10 Jahre Citysphere

Zunächst konzipiert und entwickelt als Modulklimaanlage für die Nachrüstung von nicht-klimatisierten Stadtbussen, ist die Citysphere heute bei fast allen großen Fahrzeugherstellern in der Serie fester Bestandteil. Mit Rücksicht auf Umwelt und Betriebskosten entscheiden sich immer mehr Verkehrsbetriebe bei der Wahl der Klimatisierung ihrer Stadtbusse für die Modulklimaanlage mit ihrem patentierten Luftverteilsystem. Mit über 16.000 produzierten Anlagen feiert die Citysphere in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum.

Was 2008 mit dem ersten Auftrag für die Autobus Oberbayern GmbH begann, hat sich heute zu einer Aufdachklimaanlage entwickelt, welche in den gemäßigten Klimazonen Westeuropas den Stadtbusmarkt revolutioniert hat. Allein in der DACH-Region haben inzwischen ca. 13.000 Busse eine Citysphere auf dem Dach.

Kleine Anlage – große Wirkung

Für den Komfort im Stadtbus gelten andere Anforderungen als im Reisebus. Nicht nur der Kraftstoffmehrverbrauch soll möglichst gering sein, sondern auch die Service- und Wartungskosten. Hier ist die Citysphere mit ihren geringen Lebenszykluskosten einfach unschlagbar. Sie kühlt den Innenraum nicht wie sonst üblich über eine starke Temperaturabsenkung, sondern durch eine Kombination von Kühlen und Luftbewegung. Ein Radialgebläse verteilt die gekühlte Luft großflächig direkt im Fahrgastinnenraum und sorgt damit für angenehme Temperaturen ohne störenden Luftzug. Dieser so genannte Windchill-Effekt ist als Klimatisierung in den gemäßigten Klimazonen völlig ausreichend und ermöglicht eine weitaus effektivere Art, ein behagliches Innenraumklima im Stadtbus zu schaffen. Ein Mehrverbrauch an Kraftstoff im Vergleich zu nicht-klimatisierten Bussen ist kaum wahrnehmbar. Durch das Hermetisierungskonzept ist die Citysphere zudem nahezu wartungsfrei und sorgt damit bis dato für unerreicht niedrige Lebenszykluskosten.

Von der Nachrüstlösung zur Serienfertigung

In ihren Anfängen bot die Modulklimaanlage vor allem Verkehrsbetrieben, die zuvor aus Kostengründen auf eine Klimatisierung verzichtet haben, die Möglichkeit, ihren Bus klimaseitig nachzurüsten. Nach und nach wurden jedoch auch die Fahrzeughersteller hellhörig, denn Effizienz und LCC-Kosten sind längst nicht nur für den kostenbewussten Verkehrsbetrieb ein Thema. So ist die Citysphere heute bei MAN, Evobus, Iveco, Scania, Volvo, Solaris aber auch vielen kleineren Herstellern als Serienlösung verbaut. Aufgrund ihrer geringen Kältemittelfüllmengen (ein Bruchteil im Vergleich zur Vollklimatisierung) ist sie außerdem angesichts der steigenden Kosten von Kältemittel R134a eine attraktive Lösung. Damit die Citysphere auch in Zukunft eine umweltfreundliche und zuverlässige
Stadtbuslösung bleibt, arbeitet Valeo derzeit an einer Lösung mit alternativen Kältemittel wie CO2 und 1234yf.

Großauftrag für die Rheinbahn AG: 74 Solaris New Urbino Gelenkbusse mit je 3 Citysphere

Einzigartig im Markt

Vergleichbare Produkte gibt es bis heute nicht im Markt, auch wenn andere Hersteller versuchen die Citysphere zu kopieren. Diese unterscheiden sich jedoch gravierend in Bezug auf Leistung und technischen Standard. Hierbei ist zum einen der PWM geregelte, halbhermetische Scroll-Verdichter mit integriertem Motor und stufenloser Leistungsregelung, zum anderen der Luftverteiler mit integriertem Radialgebläse der Anlage entscheidend. Aktuell befindliche Produkte im Markt besitzen lediglich einen in Stufen regelbaren Motor (separat) und Verdichter. Durch das integrierte Radialgebläse im Luftverteiler verteilt die Citysphere die gekühlte Luft sehr gleichmäßig im Bus, wobei Benchmarkprodukte die Luft nur punktuell ins Fahrzeug einbringen. Wo die Citysphere eine Kombination aus Kühlen und patentierter, direkter Lufteinbringung entlang einer Behaglichkeitskennlinie gewährleistet, sind befindliche Produkte im Markt weniger flexibel und oft nur über drei fixierte Stufen regelbar. Hinzu kommen weitere Alleinstellungsmerkmale: Die Gebläse der Citysphere sind PWM-geregelt, sie verfügt über einen Frischluftanteil von 15% und ihr System ist nahezu wartungsfrei. Außerdem erfüllt sie die Anforderungen der VDV-Richtlinie 236/1.

Die Citysphere ruht sich aber nicht auf ihrem Erfolg aus. So ist für die nächsten Jahre eine zweite Generation der Modulklimaanlage geplant, welche sich auf die zukünftigen Anforderungen und Technologien im Stadtbusmarkt ausrichtet.

Auf weitere 10 erfolgreiche Jahre Citysphere!

Großauftrag in Utrecht/Niederlande: 138 Mercedes-Benz Citaros mit jeweils 3 Citysphere für den Solo- und 5 für den Gelenkbus (insgesamt 558 Citysphere Anlagen)

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